In der Fremdheit wohnt der Geist

Mir aber hat Gott gezeigt,
dass man keinen Menschen
unheilig oder unrein nennen darf.
Apostelgeschichte 10,28

Das ist dir sicher auch schon passiert: Da gibt es auf der Autobahn einen Stau, man quält sich über Kilometer im Schritttempo voran – nur um schließlich festzustellen, dass der Unfall auf der Gegenspur stattgefunden hatte. Der eigene Stau kommt durch die Gaffer zustande. Und während man sich noch innerlich darüber ereifert, ertappt man sich dabei, auch nur mal kurz hinüberschauen zu müssen, ob man denn etwas vom Unfallhergang erkennen kann. Und man verzögert leicht die Geschwindigkeit.

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Mit Horizonte55 auf die Alb

Jetzt im Juni wollen wir wieder wandern, vom Wanderparkplatz Freilichtmuseum Beuren aus.

Diesmal sind es 2 getrennte Wanderungen:

  • eine „mittelschwere“ Tour auf die Bassgeige, wir folgen in vielem der Wegstrecke hoch-geh-legen,  vom Parkplatz aus zur Alb ausgerichtet
  • eine „leichte“ Tour um die Erhebungen Engelberg und Spitzberg, wir folgen der Wegstrecke hoch-geh-nießen, vom Parkplatz aus zum Neckarland ausgerichtet.

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Frauenabend HOFFNUNGSVOLL

Freitag, 22.5. um 19.30 Uhr

Angenommen, wir begegnen uns und ich frage dich: „Wie geht es dir? Wie läuft es in deinem Leben denn so?“ Wie antwortest du darauf? Die schnelle Antwort: „Ja, alles soweit in Ordnung!“ In dem Ansinnen, dass ich ja nicht tiefer bohre?

Die wirklich ernstgemeinte und nicht lapidar gestellte Frage hängt sicherlich von unserer Beziehung ab, inwieweit wir eine lockere oder intensivere Beziehung pflegen. Wenn es viel Schweres in deinem Leben gibt, kann es trotzdem auch sein, dass ein Lichtstrahl, eine Blume, ein Lächeln zu dir durchdringen kann?

Gemeinsam wollen wir uns austauschen über „so viel Gutes“, denn das Lied zur Jahreslosung „Es gibt so viel Gutes. Lasst es uns entdecken. In allen Dingen kann es sich verstecken“ wird eine Grundlage des Abends sein. Sei gespannt und lass dich einladen – wir freuen uns auf dich!

Anmeldung bis zum 22.05.2025 an Anette (07151-660887) oder per E-Mail (anettekur@web.de)

Umkehr aus der Dürre

Zu dir rufe ich, HERR;
denn Feuer hat das Gras der Steppe gefressen,
die Flammen haben alle Bäume auf dem Feld verbrannt.
Auch die Tiere auf dem Feld schreien lechzend zu dir;
denn die Bäche sind vertrocknet.

Joel 1,19-20

Kürzlich gab es einen Bericht in der Tagesschau, in dem nicht nur von der Dürre seit Anfang des Jahres berichtet wurde. Sondern ein Förster nahm uns mit in sein Waldgebiet, um uns zu zeigen, wie die Bäume unter dem fehlenden Regen leiden. In einem Bereich hatten er und seine Mitarbeiter extra hitzeresistentere Schösslinge gesetzt, die aber allesamt vertrocknet waren. Der Förster blieb bei aller Not berufsbedingt sehr sachlich, machte aber gleichzeitig seine Hilflosigkeit angesichts des menschengemachten Klimawandels deutlich.

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Horizonte55-Ausflug nach Bietigheim am 10.5.2025

Bietigheim richtete 1989 eine Landesgartenschau aus. Am Zusammenfluß von Enz und Metter ist damit eine schöne Parklandschaft an Rand der Altstadt entstanden. Hier wollen wir – bei hoffentlich sonnigem Wetter – einen schönen Maitag verbringen.

Am Sa., 10.5.2025 fahren wir mit der S-Bahn, S2 und S5 zum Bahnhof Bietigheim. Dort gelangen wir über eine schmale Grünanlage hinunter zur Enz und dort an der Muschelkalkfelswand entlang zum Bürgergarten. Wer sich die 1,5 km Fußweg sparen will, kann auch mit dem Bus dorthin gelangen. Beide Gruppen treffen sich dann am imposanten Enzviadukt.

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Warm ums Herz

Brannte nicht unser Herz in uns,
da er mit uns redete?
Lukas 24,32

Wie kommt jemand zum Glauben an Jesus Christus? Diese Frage beschäftigt uns immer wieder einmal, weil wir uns das als Nachfolgerinnen und Nachfolger Jesu für jeden wünschen. Besonders für die Menschen, die uns persönlich nahestehen. Die Variante dieser Frage lautet: Wie bleibt jemand gläubig? Weil wir es leider viel zu oft beobachten – und darunter leiden –, dass jemand durchaus mit Eifer für Jesus gestartet ist und irgendwann den Zugang verloren hat.

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Fremde unter uns

Wenn bei dir ein Fremder in eurem Land lebt,
sollt ihr ihn nicht unterdrücken.
3. Mose 19,33

Als ich diesen Text schreibe, liegt die Bundestagswahl noch vor uns. Doch beim Erscheinen des Gemeindebriefes sollte zumindest die Stimmverteilung klar sein. Und wahrscheinlich geht es gerade um Gespräche zu einer Koalitionsbildung. Den Wahlkampf bewegte bekanntlich vor allem das Thema Migration, gepuscht durch populistische Parteien und leider auch durch die furchtbaren Morde in München, Mannheim, Solingen, Magdeburg und Aschaffenburg. So bekommt man den Eindruck, als wenn die Einwanderung das größte Problem sei, mit dem sich unser Land herumschlagen müsste. weiterlesen

Ich bin dann mal. Weg zum Leben.

Du zeigst mir den Weg zum Leben.
Psalm 16,11

„Gott ist mein ganzes Glück“ oder „Gott, Anteil und Leben seiner Getreuen“ oder „Du zeigst mir den Weg zum Leben“ oder „Das schöne Erbteil“ oder „Gott vor Augen“ oder „Zuflucht bei Gott“ – so vielfältig ist der Psalm 16 in unseren Bibeln überschrieben. Da merken wir gleich, dass es gar nicht so einfach ist, einen Bibelabschnitt oder gleich einen ganzen Psalm in einem Satz zusammenzufassen. So eine Überschrift zeigt auch an, was den ÜbersetzerInnen am wichtigsten war.

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Feindesliebe – ein Rechenfehler?

Jesus Christus spricht:
Liebt eure Feinde;
tut denen Gutes, die euch hassen!
Segnet die, die euch verfluchen;
betet für die, die euch beschimpfen!
Lukas 6,27-28

Gleich zu Anfang des Jahres stoßen wir hier auf die wohl herausforderndste Forderung Jesu. Das ist so unmöglich – die Feindesliebe –, dass es nur eine Übertreibung sein kann. So lese ich in einem Kommentar zu dieser Bibelstelle. Und etwas spricht auch dafür; denn in der Parallelstelle in Matthäus 5,43-45 leitet Jesus dieses Wort ein mit: Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Während die Nächstenliebe in der Hebräischen Bibel, unserem Alten Testament, oft gefordert wird, gibt es dort keinen Aufruf zum Feindeshass. Man vermutet, dass Jesus hier eine damals übliche Auslegung der Thora zitiert. Die lag natürlich nahe angesichts der Unterdrückung durch die Römer. Wenn man jeglichen Kontakt meiden soll, liegt der Hass nicht fern.

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